apparative Diagnostik

Als apparative Diagnostik (Untersuchung) werden alle Untersuchungen bezeichnet die mithilfe von komplexen Medizinprodukten erfolgen. Unsere moderne Ausstattung erlaubt uns bei entsprechendem Verdacht schnell und zuverlässig notwendige medizinische Erkenntnisse zu bekommen. Bei uns sind u.a. folgende Untersuchungen möglich:

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Kostenerstattung:

Die Kosten werden bei bestehender Indikation von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wer die Untersuchung im Sinne einer Früherkennung möchte, muss diese als Privatleistung in Anspruch nehmen. Die Vergütung erfolgt nach der GOÄ. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere medizinischen Fachangestellten.

Langzeit-EKG

Was ist ein Langzeit-EKG?

Das Langzeit-EKG ist die Standardmethode zur Erfassung von Herzrhythmusstörungen. Dabei wird die elektrische Aktivität des Herzens über mindestens 24 Stunden kontinuierlich aufgezeichnet. Im Gegensatz zum Elektrokardiogramm bei dem nur eine Momentaufnahme über ein paar Sekunden aufgezeichnet wird, kann die Herzaktivität über mehrere Stunden registriert werden. Dadurch sind wir in der Lage auch phasenweise auftretende Herzrhythmusstörungen zu erkennen.

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Wann ist die Untersuchung notwendig?

Die Hauptindikation für ein Langzeit-EKG ist die Abklärung von vorübergehenden Beschwerden die Folge einer Herzrhythmusstörung sein könnten wie zum Beispiel Schwindel, Kreislaufkollaps oder Herzrasen in Ruhe. Ein anderer Einsatzgebiet ist die Therapieüberwachung einer bereits diagnostizierten Herzrhythmusstörung wie zum Beispiel beim Vorhofflmmern oder eines implantierten Schrittmachers (kein Ersatz der regelmäßigen Schrittmacherkontrolle). Gefährdete Patienten wie zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder mit bekannten Herzklappenfehlern können durch frühzeitiges Erkennen von Herzrhythmusstörungen profitieren. Aber auch zur Früherkennung von Durchblutungsstörungen des Herzens (Koronare Herzkrankheit) sowie stummen Herzinfarkten kann ein Langzeit-EKG eingesetzt werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Messung erfolgt über mindestens 24 Stunden. Es besteht jedoch die Möglichkeit die Aufzeichnung bis auf 7 Tage ohne das Akku zu wechseln oder aufzuladen zu verlängern. Im Gegensatz zu den meist verwendeten Systemen werden bei unseren Geräten keine Kabel benötigt. Das Gerät wird im Bereich der Brust auf die Haut aufgeklebt. Dadurch und durch seine geringe Größe und Gewicht (55 x 50 x 11 mm, 38 g schwer einschließlich Akku) kann das Gerät problemlos bei jeder Tätigkeit unauffällig getragen werden. Es kann auch einfach vom Patienten selbst entfernt und wieder angebracht werden, sodass die Körperhygiene nicht beinträchtig wird. Während der Aufzeichnung vermerkt der Patient Beschwerden in einem Protokoll, die wir bei der Auswertung eventuell Rhythmusveränderungen zuordnen können.

Belastungs-EKG

Was ist ein Belastungs-Elektrokardiogramm?

Bei dieser Untersuchung wird ein Elektrokardiogramm (EKG) durchgehend aufgezeichnet während sich der Patient körperlich anstrengt. Dies erfolgt nach einem von der WHO defiiertem Schema. Die körperliche Belastung kann entweder im Liegen oder im Sitzen (wie bei uns der Fall ist) stattfiden.

Wann ist die Untersuchung notwendig?

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Die wichtigste Indikation für ein Belastungs-Elektrokardiogramm ist der Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung. Dabei kommt es zu Verengungen der Herzkranzgefäßen mit unzureichender Sauerstoffversorgung des Herzmuskels die im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt verursachen können. Öfters machen sich solche Durchblutungsstörungen erst unter Belastung bemerkbar jedoch treten die typischen Beschwerden wie Angina pectoris oder Luftnot nicht immer auf. Diese können jedoch Veränderungen der elektrischen Herzaktivität verursachen (s. auch Ruhe-EKG) die zu Veränderungen des Elektrokardiogramms führen.

Darüber hinaus kann ein Belastungs-Elektrokardiogramm bei der Abklärung von Herzrhythmusstörungen helfen sowie bei der Beurteilung des Bluthochdrucks unter Belastung hilfreiche Daten zur Anpassung der Therapie liefern.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Sie bekommen zehn Elektroden an die Brustwand angeschlossen wie beim Ruhe-EKG. Anschließend werden Sie in einem feststehendem Fahrrad einer Belastung ausgesetzt die in festgesetzten Intervallen gesteigert wird. Ein Ruhe-EKG wird durchgehend aufgezeichnet. Der Blutdruck wird ebenfalls in regelmäßigen Abständen gemessen. Durch Angabe von Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht wird die patientenspezifische zu erreichende Last errechnet. Am Ende wird die Untersuchung im Computer ausgewertet (Veränderungen der elektrischen Aktivität, Herzfrequenz- und Blutdruckanstieg, maximaler Belastungsniveau, Beschwerden des Patienten). Für den optimalen Ablauf der Untersuchung sollten Sie bequeme Schuhe und wenn möglich Sportkleidung tragen. Schwere Mahlzeiten sollten vermieden werden. Sie dürfen jedoch vor der Untersuchung leichte Mahlzeiten zu sich nehmen. Unter Umständen muß vor der Untersuchung die Einnahme von bestimmten Medikamenten unterbrochen werden. Diesbezüglich werden wir Sie bei entsprechendem Bedarf gesondert darauf hinweisen.

Ruhe-EKG

Was ist ein Ruhe EKG?

Beim Elektrokardiogramm (aus dem griechischen kardia für Herz und gramma für geschriebenes) wird die elektrische Aktivität des Herzens aufgezeichnet. Jeder Herzschlag entsteht durch eine elektrische Erregung die im Herzen selbst gebildet wird und über das Erregungleitungssystem des Herzens weitergeleitet wird. Durch Elektroden an der Brust und den Extremitäten kann dieser Strom gemessen werden und in Form von Kurven dargestellt werden. Ein Ruhe-EKG ist im Gegensatz zu einem Langzeit-EKG eine Momentaufnahme der elektrischen Herzaktivität.

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Wann ist die Untersuchung notwendig?

Das Ruhe-EKG hat einen hohen Aussagewert. Dabei können Störungen bei der Entstehung der elektrischen Aktivität (Reizbildung) oder deren Ausbreitung (Erregungsleitung) erkannt werden. Dadurch können sowohl Herzrhythmusstörungen sowie Durchblutungsstörungen (u.a. ein frischer Herzinfarkt) erkannt werden. Auch Veränderungen der Herzmuskulatur (wie z.B. Verdickung bei jahrelang schlecht eingestelltem Blutdruck oder Narben nach einem Herzinfarkt) können dargestellt werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Das Ruhe-EKG wird am liegenden Patienten durchgeführt indem 10 Elektroden an die Brust und an den Extremitäten angebracht werden.Über ein Messgerät werden dann die Daten auf dem Computer papierlos aufgezeichnet.