Langzeit-EKG

Was ist ein Langzeit-EKG?

Das Langzeit-EKG ist die Standardmethode zur Erfassung von Herzrhythmusstörungen. Dabei wird die elektrische Aktivität des Herzens über mindestens 24 Stunden kontinuierlich aufgezeichnet. Im Gegensatz zum Elektrokardiogramm bei dem nur eine Momentaufnahme über ein paar Sekunden aufgezeichnet wird, kann die Herzaktivität über mehrere Stunden registriert werden. Dadurch sind wir in der Lage auch phasenweise auftretende Herzrhythmusstörungen zu erkennen.

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Wann ist die Untersuchung notwendig?

Die Hauptindikation für ein Langzeit-EKG ist die Abklärung von vorübergehenden Beschwerden die Folge einer Herzrhythmusstörung sein könnten wie zum Beispiel Schwindel, Kreislaufkollaps oder Herzrasen in Ruhe. Ein anderer Einsatzgebiet ist die Therapieüberwachung einer bereits diagnostizierten Herzrhythmusstörung wie zum Beispiel beim Vorhofflmmern oder eines implantierten Schrittmachers (kein Ersatz der regelmäßigen Schrittmacherkontrolle). Gefährdete Patienten wie zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder mit bekannten Herzklappenfehlern können durch frühzeitiges Erkennen von Herzrhythmusstörungen profitieren. Aber auch zur Früherkennung von Durchblutungsstörungen des Herzens (Koronare Herzkrankheit) sowie stummen Herzinfarkten kann ein Langzeit-EKG eingesetzt werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Messung erfolgt über mindestens 24 Stunden. Es besteht jedoch die Möglichkeit die Aufzeichnung bis auf 7 Tage ohne das Akku zu wechseln oder aufzuladen zu verlängern. Im Gegensatz zu den meist verwendeten Systemen werden bei unseren Geräten keine Kabel benötigt. Das Gerät wird im Bereich der Brust auf die Haut aufgeklebt. Dadurch und durch seine geringe Größe und Gewicht (55 x 50 x 11 mm, 38 g schwer einschließlich Akku) kann das Gerät problemlos bei jeder Tätigkeit unauffällig getragen werden. Es kann auch einfach vom Patienten selbst entfernt und wieder angebracht werden, sodass die Körperhygiene nicht beinträchtig wird. Während der Aufzeichnung vermerkt der Patient Beschwerden in einem Protokoll, die wir bei der Auswertung eventuell Rhythmusveränderungen zuordnen können.